Ein achtstöckiges Bürogebäude in der Hamburger HafenCity kämpfte über Monate mit wiederkehrenden Ausfällen der Kaltwassersätze und spürbar schlechter Luft in den vermieteten Konferenz- und Büroetagen. Die exponierte Lage direkt an der Elbe erwies sich als Doppelbelastung: salzhaltige Seeluft setzte den Kälteaggregaten zu, während sommerliche Wärmelasten an der Glasfassade den Serverraum eines dort ansässigen Logistikunternehmens zunehmend überhitzten.
Der Ausgangsbefund Bei der ersten Objektbegehung zeigte sich schnell, warum es so weit gekommen war. Die Liegenschaft betrieb zwei Kaltwassersätze mit freier Kühlung auf dem Flachdach sowie drei zentrale RLT-Anlagen mit Wärmerückgewinnung, deren Prüffristen die vorherige Betreuung unvollständig dokumentiert hatte. Prüfungen nach der Hamburger PVO und Hygienekontrollen nach VDI 6022 waren dadurch bereits überfällig. An den Lamellen der Rückkühlwerke zeigten sich sichtbare Korrosionsspuren, verursacht durch genau die Seeluft, die andernorts kaum eine Rolle spielt. Zusätzlich liefen Heizung und Kühlung durch falsch eingestellte Schaltschwellen in der Gebäudeleittechnik häufig gegeneinander.
So ist SECOTEK vorgegangen
Zunächst führte ein technischer Objektleiter gemeinsam mit Kälte- und Elektrotechnikern ein vollständiges Audit aller TGA-Gewerke durch, mit lückenloser Prüfung von Kältemittelfüllmengen, Druckverlusten der Lüftungsregister und der elektrischen Schaltschränke.
Anschließend erhielten die RLT-Anlagen neue Filterstufen nach VDI 6022 sowie eine fachgerechte Registerdesinfektion. Die Wärmetauscher der Kältezentrale wurden gereinigt und mit einer Schutzbeschichtung versehen, die speziell für salzhaltige Seeluft entwickelt wurde.
Parallel dazu wurde die Mess-, Steuer- und Regeltechnik an die realen Nutzungszeiten der Mieter angepasst, mit Schaltschwellen, die ein gleichzeitiges Heizen und Kühlen technisch ausschließen.
Zum Abschluss übernahm ein digitales Betriebstagebuch die laufende Erfassung aller Wartungsberichte, Messwerte und Prüffristen nach der Hamburger Prüfverordnung, live einsehbar für die Hausverwaltung.
Das Ergebnis in Zahlen Die Raumtemperaturen und die Betriebssicherheit des Serverraums stabilisierten sich vollständig. Durch die Beseitigung der Regelungsfehler und die Reinigung der Wärmetauscher sank der Stromverbrauch der gesamten Kälte- und Lüftungszentrale um 16 Prozent im laufenden Betrieb, bei gleichzeitig erfüllten Prüfauflagen ohne jede Beanstandung. Der Eigentümer übertrug SECOTEK anschließend die langfristige technische Betreuung der Liegenschaft, inklusive 24-Stunden-Rufbereitschaft.