SECOTEK – Thüringen

Bauschlussreinigung in Nordhausen – Facility Management Thüringen

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Geographie

Lage

Nordhausen ist eine Mittelstadt und liegt eingebettet zwischen den Vorhöhen des Harzes im Norden, der fruchtbaren Goldenen Aue im Südosten und der Rüdigsdorfer Schweiz im Nordosten. Nördlich angrenzend liegt der Naturpark Südharz. Die Umgebung von Nordhausen gehört der Schichtstufenlandschaft an, welche als südliches Vorland des Harzes den Raum zwischen dem Gebirgsrand und der Hainleite einnimmt. Dieses Vorland weist neben breiten und flachen, zuweilen beckenartig erweiterten Talniederungen eine Anzahl Höhenzüge von geringer Erhebung auf. Den Baugrund bilden diluviale Schotter über Oberem Buntsandstein.

Durch die Stadt fließen die Zorge – ein Nebenfluss der Helme – und die Salza, die der größten Quelle Thüringens, dem Salzaspring, entspringt. Südöstlich von Nordhausen befinden sich sechs Baggerseen, die durch Kiesabbau ab den 1960er Jahren entstanden und allgemein mit „Kiesschacht“ oder „Bielener Kiesseen“ zusammengefasst werden: Auesee, Bielener See, Forellensee, Möwensee, Sundhäuser See und Tauchersee.

Nordhausen ist nach Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Gotha und Eisenach die nach Einwohnern siebtgrößte Stadt in Thüringen, nahezu gleichauf mit Eisenach. Die nächstgelegenen Großstädte sind Göttingen (etwa 60 km westlich), Erfurt (etwa 61 km südlich), Halle (Saale) (etwa 81 km östlich), Braunschweig (etwa 87 km nördlich) und Magdeburg (etwa 91 km nordöstlich).

Das ursprüngliche Stadtgebiet (die heutige Altstadt) liegt auf einer westlich und südlich abfallenden Anhöhe. Die Höhenlage der Stadt schwankt zwischen 180 und 250 m ü. M. Daher rühren die charakteristischen Bezeichnungen Ober- und Unterstadt.

Die Fläche der Stadt beträgt 105,62 km² (2019), was 14,8 Prozent der Fläche des Landkreises ausmacht. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 12,8 km und die Ost-West-Ausdehnung 19,0 km. Der niedrigste Punkt des Stadtgebietes ist 165 m über HN und der höchste 360 m.

Ursprünglich besaß Nordhausen wenig Ländereien rund um das Stadtgebiet. Im Jahr 1315 erfolgte der Ankauf hohnsteinischer Gebiete rings um die Stadt. 1365 wurde das Neustadtgebiet eingemeindet und es gab weiterhin das Bestreben, durch Kauf Land im Westen und Süden über die Zorge hinaus bis zu Helme und Salza zu gewinnen (1368, 1370, 1559, 1578). 1950 wurden die Dörfer Krimderode und Salza eingemeindet, ab den 1990er Jahren folgten insgesamt zwölf weitere Eingemeindungen, wodurch die Stadtfläche von 79,14 km² (1994) auf 105,62 km² (2019) anwuchs.

Stadtgliederung

Stadt- und Ortsteile:

  • Bielen, etwa 1.370 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994
  • Buchholz, etwa 210 Einwohner, eingemeindet am 6. Juli 2018
  • Herreden, etwa 850 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994
  • Hesserode, etwa 660 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1997
  • Hochstedt, etwa 80 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1950
  • Hörningen, etwa 350 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994 (am 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Herreden, am 1. Januar 1963 Ausgliederung aus Herreden)
  • Krimderode (Stadtteil), eingemeindet am 1. Juli 1950
  • Leimbach mit Himmelgarten, etwa 900 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994
  • Petersdorf, etwa 390 Einwohner, eingemeindet am 1. Dezember 2007
  • Rodishain, etwa 320 Einwohner, eingemeindet am 1. Dezember 2007
  • Rüdigsdorf, eingemeindet am 23. März 1993
  • Salza (Stadtteil mit Siedlung Obersalza), eingemeindet am 1. Juli 1950
  • Steigerthal, etwa 400 Einwohner, eingemeindet am 1. April 1999
  • Steinbrücken, etwa 240 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994
  • Stempeda, etwa 300 Einwohner, eingemeindet am 1. Dezember 2007
  • Sundhausen, etwa 1.200 Einwohner, eingemeindet am 1. Juli 1994

Geologie

Nordhausen liegt im Nordthüringer Hügelland, welches durchweg aus Buntsandstein besteht. Die beckenartige Hügellandschaft wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. In den Tälern gibt es Ablagerungen von Löss und anderem Lockergestein und durch unterirdische Auslaugungen zahlreiche Erdfälle.

Klima

Die Umgebung von Nordhausen wird zum so genannten Bördeklima gerechnet, das sich durch Julimittel von über 17 °C, einem milden Winter (Januar nicht unter −1 °C) und gerade ausreichende Niederschläge mit 500–650 mm auszeichnet. Buchenwald, Eiche und Hainbuche bilden sein Charakteristikum. Westlich und nördlich schließt sich das etwas rauere mitteldeutsche Berg- und Hügellandklima an, während der Oberharz mit dem Brocken eine Sonderstellung durch sein Mittelgebirgsklima mit kurzer Vegetationszeit, überreichlichen Niederschlägen und verhältnismäßig tiefen Temperaturen hat. Der Harz nimmt eine Schutzfunktion für Nordhausen ein; der Harzrumpf ist so hoch und breit, dass er die von Norden und Nordosten sich heranschiebenden Kaltluftmassen voll wirksam abstaut. Viel offener liegt Nordhausen vor den Westwinden.
In den Frühjahrs- und Herbstmonaten kann eine kräftige Bodennebelentwicklung auftreten. Die Stadtchronik berichtet von etlichen Jahren, in denen die Mühlen aufgrund des Ausbleibens der sommerlichen Niederschläge nicht mahlen konnten.

Von 1900 bis 1950 betrug die Durchschnittstemperatur 8,1 °C, von 1956 bis 2005 8,6 °C. Im August 1998 wurde ein Temperaturmaximum von 38,6 °C gemessen, im Januar 1987 ein Temperaturminimum von −27,2 °C.

22 schwere Unwetter verzeichnete der Historiker Friedrich Christian Lesser von 1615 bis 1781. Im 20. Jahrhundert wurden drei schwere Unwetter (1925, 1946, 1980) gezählt. Zum Jahreswechsel 1925/26 und im Januar 1946 verursachte Hochwasser große Schäden; die Sommer- und Winterhochwässer sind auf die spezifischen Abflussverhältnisse des Harzgebietes zurückzuführen.

Ein Orkan mit Windstärke 12 und Starkregen beschädigte am 15. Juli 1980 zahlreiche Häuser und entwurzelte Bäume. Im Stadtpark wurden 60 Prozent und im Gehege ein Drittel des Baumbestandes zerstört. Auch der wertvolle Baumbestand im Park Hohenrode wurde erheblich dezimiert. Besonders verheerend wütete der Orkan in den angrenzenden Forstrevieren, wo er 240.000 Festmeter Bruchholz verursachte; etwa 70 Prozent der getroffenen Bäume waren Buchen, Rest Fichten. Viele Hänge wurden zu Kahlflächen.

Quelle: Wikipedia

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